Als Risikogruppe aufgrund einer chronischen Erkrankung und wegen der persönlichen Einschätzung habe ich beschlossen, mich gegen die “Neue Grippe”, “Schweinegrippe” bzw. “H1N1-Grippe” impfen zu lassen. In Österreich erhält man den Impfstoff “Celvapan” von Baxter, der sehr gut verträglich ist, da er keinerlei Wirkverstärker oder Konservierungsmittel enthält, sondern lediglich folgendes:

Ganzvirus-Grippe-Impfstoff, inaktiviert, der ein Antigen eines pandemischen Erregerstamms* enthält:
A/California/07/2009 (H1N1)v             7,5 Mikrogramm**
pro Impfdosis (0,5 ml)
* angezüchtet in Vero-Zellen (kontinuierliche Säugetierzelllinie)
** in Mikrogramm Hämagglutinin ausgedrückt.

Trometamol
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Polysorbat 80

Bei Trometamol handelt es sich um einen Puffer (Tris-Puffer), Natriumchlorid ist Salz, Wasser kennen wir alle und Polysorbat 80 ist ein Emulgator.

Quelle für die Inhaltsstoffe ist die Celvapan-Produktinformation (pdf, deutsch) der European Medicines Agency.

Zwei Teilimpfungen im Abstand von 3 Wochen sind erforderlich, um den maximalen Schutz gegen den H1N1-Virus aufzubauen; auch nach der heutigen zweiten Teilimpfung bin ich von Nebenwirkungen verschont geblieben.

Leukozyten 3,40 Gi/l (4-10)

ASAT (GOT) 39 U/l (0-31)

ALAT (GPT) 29 U/l (0-34)

Hepatitis B-PCRquant 39 U/ml

Leberwerte verbessern sich, Virentiter bleibt unten (unveränderlich). Nächster Termin 19.01.2010.

GOT (AST) 25 U/l (<35)

GPT (ALT) 31 U/l (<35)

(Jährliche betriebsärztliche Untersuchung, kein Virentiter)

Die Verwendung von Einheiten verwirrt mich immer wieder. Am Blutbefund stehen teilweise sehr unterschiedliche Einheiten, je nachdem bei welchem Labor man sein Blut testen lässt.

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) z.B. wurden früher von Menschen am Mikroskop gezählt, heute macht das eine Maschine, am Befund steht also die gezählte Menge der Zellen, und zwar sieht das dann so aus:

3120 Stück Leukozyten pro Mikroliter bzw.

3,12 Tausend Stück / Mikroliter bzw.

3,12 Tausend / µl

Oft sind die Angaben aber nicht in Mikroliter, sondern in Liter, die obere Zahl muss daher multipliziert werden:

3,12 Tausend mal Tausend / Milliliter entspricht

3,12 Tausend mal Tausend mal Tausend / Liter =

3120000000 Stück / Liter

Wem das zu lang ist, der kann auch sagen:

3,12 Milliarden Stück / Liter

Wissenschaftlich ausgedrückt wären das:

3,12 x 10⁹ / Liter

Im Blutbefund steht statt 10⁹ oft “Giga” bzw. “G” oder “Gi”:

3,12 G/l bzw. 3,12 Gi/l (wie in meinem letzten Befund)

Wenn man im Mikroskop statt weiße nun rote Blutkörperchen, also Erythrozyten zählt, kommt folgendes raus:

4 Millionen Stück / Mikroliter bzw.

4 000 000 000 000 oder 4 Billionen Stück / Liter

Wissenschaftlich:

4 x 10¹² / Liter oder 4 T/l (Tera)

Bei der heutigen Blutuntersuchung erhielt ich die Ergebnisse des Blutbefundes 6 Monate nach Therapiebeginn. Diesmal wurden offenbar auch Tumormarker bestimmt, die allesamt negativ ausgefallen sind, daher lasse ich sie hier weg. Die einzigen erhöhten bzw. anormalen Werte sind:

GOT 36 U/ml (0-31)

GPT 44 U/ml (0-34)

Leukozyten 3,12 Gi/l (4-10)

Neutrophile 1,43 Gi/l (1,9-8)

Hepatitis B-PCRquant 42 U/ml

Virustiter sinkt also weiterhin, Medikament scheint bei mir deutlich zu wirken. Nächster Termin: 19.01.2010

In der Seitenleiste rechts habe ich ein Feld hinzugefügt, das die letzten fünf Kommentare zu Beiträgen auf diesem Blog zeigt. Anlässlich dieser Neuerung und der Tatsache, dass zahlreiche Leute diesen Blog besuchen, aber nur sehr wenige sich trauen, Fragen oder Kommentare zu äußern, möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich über jegliche Rückmeldung sehr freuen würde und auf jeden Fall auf Fragen antworten werde.

Auch wenn die Frequenz der neuen Beiträge deutlich gesunken ist, nehme ich weiterhin Sebivo-Tabletten und sehe auf eine Interferon-Therapie-Vergangenheit zurück. Vielleicht kann ja dem einen oder der anderen mit meinen Erfahrungen geholfen werden. Allerdings: Ich bin kein Arzt und kann Situationen und Verhältnisse nur aus Patientensicht darstellen, auf keinen Fall kann ich Diagnosen stellen oder Therapievorschläge machen. Abgesehen davon: liebe Leserinnen und Leser, bitte fragt, wenn etwas unklar ist.

Ich wollte nicht auf den nächsten Spitalstermin warten und ließ mir die Werte zuschicken.

Blutwerte vom 29.4.09, also ca. 3 Monate nach Therapiestart:

Leukozyten 3,23 G/l (4-10)

Neutrophile 1,44 G/l (1,90-8)

GOT 36 U/l (bis 31)

GPT 43 U/l (bis 42)

HBV-DNA 790 U/ml

Das Ergebnis hat mich wirklich überrascht. Nicht nur, dass die weißen Blutkörperchen sich endlich mal in die richtige Richtung bewegen, sondern besonders, dass der Virentiter derart rasant gesunken ist. Vor der Therapie, als vor 3 Monaten, war der Titer noch bei über 11 Millionen U/ml. jetzt ist er bei 790 U/ml. Ein Abfall von 10⁷ auf 10³, also um 4 Potenzen. Wenn das nicht gut klingt!

Der Vollständigkeit halber: heute erfolgte der dritte Teil meiner Zeckenimpfung, ein Jahr nach den anderen beiden Teilimpfungen, über die ich hier bereits berichtet hatte (siehe “impfen” im Menü auf der rechten Seite). Leicht dämpfendes Gefühl im linken Arm, sonst bisher alles in Ordnung.

… oder Leukopenie heißt das, was ich habe: zu wenig Leukozyten seit über einem halben Jahr. Ursache: eine vorangegangene Interferontherapie. Glaubt man meiner Ärztin, so kann es nach einer solchen Behandlung bis zu zwei Jahre dauern, ehe sich ein Normalwert für die Leukozyten oder weißen Blutkörperchen wieder eingestellt hat. Solange die Leukozytenzahl allerdings nicht unter 1,5 G/l fällt, ist keine höhere Infektanfälligkeit zu befürchten.

Nun sind es etwa 3 Monate, seitdem ich angefangen habe, Sebivo zu nehmen. Einen Monat nach Therapiebeginn wurde eine Blutuntersuchung gemacht, die Ergebnisse erhielt ich bei der heutigen Kontrolle:

Blutabnahme vom 19.02.2009 (1 Monat nach Therapiestart):

Leukozyten 2,73 G/l (4-10)
GOT 36 U/ml (bis 34)
GPT 43 U/ml (bis 42)

HBV-DNA 20.269 IU/ml

Alle anderen Werte sind im Normalbereich.

Wenn man die oben angeführten Werte mit jenen vergleicht, die kurz vor Therapiebeginn gemacht wurden, erkennt man eine deutliche Wendung zum Positiven: von 11,3 Mio. Viren auf zwanzigtausend hinunter, die Leberwerte sind fast normal. Einzig die Leukozyten etwas schwach, aber wie ich heute erfuhr, ist dies nach einer Interferontherapie möglich: es kann bis zu 2 Jahre dauern, ehe sie sich wieder erholt haben. Allerdings sei mein derzeitiger Wert in keiner Weise als bedenklich einzustufen.

Nebenwirkungen kann ich keine vermerken: es geht mir allerbestens.

Einen Ultraschall der Leber soll ich demnächst machen (1x pro Jahr), allerdings weder im Spital selbst noch erhielt ich eine Überweisung, sondern ich bekam ein Schreiben an den Hausarzt in die Hand gedrückt, damit dieser mit einer Überweisung ausdruckt, mit welcher ich zu einem Radiologen gehen soll.

Nächste Kontrolle in 3 Monaten, am 30. Juli 2009.

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