Tralala.. ich geh wieder ins Spital. Heute war es wieder mal interessant. Ich hatte die gleiche junge, dunkelhaarige Ärztin wie das letzte Mal, musste nur ziemlich lange auf sie warten. Sie teilte mir die etwas besseren Blutwerte vom letzten Mal (19.5.) mit:
Erys 3,48
Leukos 1,82
Neutros 0,77
Thrombos 98
AST 58
ALT 79
Gerinnungsfaktoren sind ok, Gamma-GT (GGT) anscheinend auch (39) wieder, im Gegensatz zum letzten Mal. Wie man sieht, sind die Leberwerte auch etwas gesunken, scheint also keine andauernde Entzündung zu sein.
Ich gab meinen ausgedruckten Zetteln mit den Nebenwirkungen her, sie notierte das in der Akte und ging die Liste interessiert durch. Über Blasenschwäche beschweren sich auch viele, meinte sie. Überhaupt schienen alle aufgelisteten Beschwerden durchaus normal zu sein.
Sie fragte, wann ich das letzte Mal die HBV-DNA gemessen hatte. 6 Monate ist das her. Zeit für eine neuerliche Messung, sprachs, und nahm mir ein paar Fläschchen Blut ab. Also jetzt doch wieder messen?
Neues Rezept (das vorletzte), dann hatte ich noch ein paar Fragen:
1) Seit ein paar Monaten ist es im Gegensatz zu Beginn so, dass erstens die Nebenwirkungen nicht am Wochenende nach dem Spritzen eintreten, sondern erst mit 2-3 Tagen Verzögerung, also Montag, Dienstag. Zudem bemerkte ich, dass mir das Spritzen oftmals schwerfällt, soll heißen: ich steche nach ein paar schmerzhaften Versuchen endlich rein, doch als ich den Kolben drücken will, lässt er dies nur sehr schwer zu, es fühlt sich an, als säße vorne in der Spritze ein Pfropfen drinnen oder drauf, der den Flüssigkeitsstrom behindert. Ist das bekannt oder problematisch?
Sie sagte, nein, nicht problematisch. Es komme durch das Spritzen oftmals zur Bildung von Narbengewebe, ich solle die Stelle öfter wechseln oder mal am Oberschenkel spritzen.
2) Seit 10 Tagen schmerzt mich mein rechter Knöchel, d.h. eigentlich vielmehr das Gewebe drumherum, insbesondere dann, wenn man draufdrückt oder ich hocke. Ich bin nicht gestürzt, habe keinen Sport gemacht, es kam einfach so über Nacht, tat erst bisschen weh, am Tag darauf stärker, seitdem ist es gleichgeblieben. Gemeinsam mit dem Faktum, dass ich schon einem einen unerwarteten Schmerz hatte, und zwar im ganzen Oberschenkel, der mich mehrere Tage am normalen Gehen hinderte, gemeinsam mit dem Faktum, dass ich einmal einen kurzen stechenden Schmerz im anderen Oberschenkel hatte, der sich anfühlte, wie wenn jemand mit einem glühenden Eisenstab durch die Muskeln stößt, allerdings nur 10 Minuten lang, gemeinsam mit dem Faktum, dass ich ein Ganglion oder so etwas ähnliches hatte/habe, kommt mir das doch etwas seltsam bzw. unerwartet gehäuft vor. Was man wohl davon halte?
Sie sagte, Muskelschmerzen kommen durchaus während der Therapie vor, das hat sicher damit zu tun. Der Knöchel eher nicht, denn wenn er geschwollen ist, was er ist, und weh tut, deutet das eher auf eine Entzündung hin, was mit der Therapie nicht viel zu tun habe. Sie riet mir, zu einem Orthopäden zu gehen und versicherte mir, dass die Therapie nicht daran schuld wäre. Sehr hilfreich war das leider nicht, muss ich wohl doch zum Orthopäden, dann zum Röntgen, dann wieder zum Orthopäden.. das gleiche Spielchen nochmal wie beim Ganglion oder Überbein.
3) Wie sind die Aussichten nach der Therapie? In 8 Wochen ist es vorbei, und dann? Wie kann ich mein „Leben danach“ planen, kann ich es überhaupt?
Sie sagte mir nur bereits Bekanntes. Dass die Wahrscheinlichkeit der Heilung sehr gering sei, dass es Nachkontrollen gäbe, dass danach wohl eine Re-Therapie mit einem anderen Mittel käme, das nicht so viele Nebenwirkungen aufweisen würde. Einmal im Monat Blutkontrolle wäre dennoch nötig. Es sei gerade letzten Monat ein neues Medikament auf den Markt gekommen und sie würde mit der Oberärztin gerade im Diskurs sein, inwiefern es zur Therapie in diesem Spital eingesetzt werden würde.
Tja, das war’s. Wiederkommen in 2 Wochen, am 18. Juni.