Dienstag hatte ich meinen allerersten MRT-Termin. Gespannt betrat ich „Kabine 1″ nach Aufruf. Ein winziger Durchgangsraum mit einem Spiegel und einem Sessel präsentierte sich mir, mit einer jungen Schwester, die mir ein paar Fragen zu metallischen Teilen im Körper und Schwangerschaft stellte. Als ich alles verneinte, wurde ich aufgefordert, Schuhe, Socken, Hose, BH und Haargummi abzulegen. Da nur die Achillessehne zu untersuchen war, wurde ich nur zur Hälfte in die Röhre hineingefahren. Der Fuß ruhte in einem seltsamen Gestell, beschwert und teilweise fixiert. Mit Kopfhörern versehen ging es los, in der Hand ein Gummi-Ball, der nach Anweisungen der Schwester ein Glockensignal ertönen lassen würde, sobald ich ihn drücke. Vom Klopfen während der 15-minütigen Untersuchung hatte ich schon vorher gelesen. Aber so viele andere Geräusche! In periodischem Ticken, dann wieder länger Pause, dann wieder als ob etwas sich drehen würde, hohe Töne, tiefe Töne. Ich wäre dankbar gewesen, zu erfahren, was jeweils zu jedem Zeitpunkt geschieht. Dann wäre es mir leichter gefallen, die 15 Minuten zu liegen. Spüren tut man nichts außer einen kühlen Luftzug. Dennoch war ich permanent angespannt, da ich nicht wusste, was als nächstes passieren würde.
Am nächsten Tag konnte ich den Befund abholen. Schön verpackt in einen großen Karton, mit einer CD, einem Befund und den typischen MRT-Bildern. Sehne nicht gerissen, leichte Verdickung im mittleren Bereich, Erguss oberhalb des Sprunggelenks, stand da.
Meine Untersuchung nach den 10x Therapie beim physikalischen Arzt wurde nicht von ihm selbst, sondern einer Dame durchgeführt. Sie fragte mich, ob sich bei meiner Achillessehne etwas verändert hatte. Ja – anfangs schmerzte es auf Druck zwischen Knöchel und Sehne, jetzt nicht mehr, sondern die Achillessehne selbst bei Dehnung. Sie nickte und meinte, dass es häufig vorkommt, dass die Schmerzen sich nach der Therapie verlagern. Sie verschrieb mit weitere 6 Male Moorpackung und Ultraschall. Dann fragte ich auch sie wegen des Interferons, und ob es sich um einen Weichteilrheumatismus handeln könnte. Sie meinte, diese Bezeichung sei ein Name für ein sehr breites Feld an Symptomen, die mit Tendopathien, also Sehnenerkrankungen oder -beschwerden, zu tun haben. Sie meinte auch, es wäre möglich, dass ich durch das Interferon leichter mir die Sehnen verletze; dafür spräche auch das Ganglion, das ich habe, denn das sei ja eine Ausstülpung der Sehne(nscheide). An und für sich wirke ich aber überbeweglich, bzw. meine Gelenke wären überbeweglich, was schon mal dazu beitragen kann, sich schneller etwas zu verstauchen. Ich solle regelmäßige Bewegungstherapie machen, d.h. nicht zu viel, aber auch nicht gar keinen Sport. Derzeit sollte ich lieber keine langen Wanderungen unternehmen, aber ich könne meine Grenzen selbst ausloten. Eine Stunde spazieren gehen und schauen, ob nachher etwas wehtut. Schwimmen genauso. Morgen geht es also weiter mit 6x Therapie.