Noch ein Wort zu den letzten beiden Wochen: hätte sich die restliche Therapie genauso gestaltet wie jene Zeit, wäre ich womöglich schon sehr bald kapituliert da gelegen: anstrengend waren sie und eindeutig fordernder als all die Zeit zuvor. Ich habe es ja schon anklingen lassen, am 22. Juli 2008: ungewohnte Nebenwirkungen in unvorbereitet starkem Ausmaß. Da ich morgen wieder ins Spital gehe und ohnehin berichten muss, nehme ich dieses Ereignis zum Anlass, hier eine kleine Auflistung zu geben, um morgen schon eine Antwort parat zu haben.

Die Überraschung der letzten beiden Wochen waren eigentlich die Schlafstörungen: bis dahin hatte ich mit dem Schlafen keine Probleme, im Gegenteil, ich schlief lange, tief und meistens zu wenig. Nun aber wachte ich mehrmals frühmorgens zwischen 5 und 7 Uhr auf, ohne mich ausgeschlafen zu fühlen und konnte nur schwer wieder einschlafen. Mit in den Vormittag/Nachmittag hinein nahm ich dann eine Art fiebrige Hitze, die von eiskalten Händen und Stirn begleitet war. Mal heiß, mal kalt, der Körper schien sich nicht entscheiden zu können. Kopfweh immer wieder mal (normal), einmal sogar in der rechten Augenhöhle, aber nicht am Glaskörper selbst. Abends häufiger leichte Übelkeit, so dass ich nicht viel essen wollte. Starker Durst, wie immer, besonders trockener Hals, manchmal Hustenreiz. Stärkerer Juckreiz als die letzte Zeit. Gewicht ist ok (um die 58 kg). Gelenke schmerzen abwechselnd, mal links blockierende Gefühle, mal spüre ich rechts, wie scheinbar Sehnen übereinander gleiten und schnalzen. Müdigkeit, unverändert.

Außerdem werde ich fragen, ob die schwarzen Flecken in der Einstichgegend eh normal sind, wie im Internet steht.

Ich bin sehr gespannt auf die Serologie-Ergebnisse vom letzten Mal, d.h. was bei den Antikörpern und Antigenen herauskommt. Wenn die Antikörper gegen HbS-Ag gebildet werden würden, wäre ich einer der seltenen komplett geheilten Fälle. Aber sehr, sehr, sehr, sehr selten. Irgendwas im unter-1-prozentigen Bereich. Passiert eh nicht, ich mache mir keine Illusionen. Wenn das e-Antigen (Hbe-Ag) allerdings weggehen würde – das wäre bereits eine sehr positive Nachricht, denn dies bedeutet Aktivitätsverlust für das Virus. Das wäre eine schöne Sommerbotschaft.