Archive for the 'allgemein' Category

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MPV, MCH, …

Freitag, 14. Dezember 2007

Natürlich interessiere ich mich dafür, was bei den Blutuntersuchungen herauskommt, was auf dem Laborbefund draufsteht. Oft sind kryptische Bezeichnungen dabei, die einem nicht gleich einleuchten. Bei mir wird immer ein kleines Blutbild gemacht, was bedeutet, dass die Leukozyten nur in ihrer Gesamtzahl dargestellt werden, aber keine Aufschlüsselung in Untergruppen erfolgt. Oft tauchen dann auf dem Befund seltsame Abkürzungen auf, die ich hier erläutern möchte:

Hämatokrit Anteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) am Gesamtblutbild.
MPV engl. Mean Platelet Volume; gibt die Größe der Bluttplättchen (Thrombozyten) an.
MCV engl. Mean Corpuscular Volume; gibt die Größe der roten Blutkörperchen (Erzthroyzten) an.
MCH engl. Mean Corpuscular Hemoglobin; gibt den Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) in roten Blutkörperchen (Erythroyzten) an.
MCHC engl. Mean Corpuscular Hemoglobin Concentration; Anteil des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) am Gesamtvolumen der roten Blutkörperchen.
RDW engl. Red Cell Distribution Width; gibt die Verteilungshäufigkeit der Volumina von Erythrozyten an.

Im Prinzip sind diese Werte vermutlich nicht so wichtig, wenn man keine gröberen Probleme mit Leukozyten, Erythrozyten usw. hat, weil sie oftmals detaillierte Informationen darüber geben, um welchen Typ Anämie es sich handelt. Meine Ärzte haben bisher nur auf die Anzahl der Zellen geschaut und diese obigen Werte ignoriert.

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Was das hier sein soll

Freitag, 6. Juli 2007

Dies ist ein Weblog über mich und meine Erfahrungen mit der aktuellen Standardtherapie (2007) zur Behandlung von Hepatitis B in Österreich.

Vorgeschichte:
Der späte Frühling erwähnten Jahres brachte mir die Erkenntnis, dass eine chronische Hepatitis B-Infektion irgendwann zu tödlich sein könnte, als dass man mit einer Behandlung jener noch länger wartet. Zeitlich gesehen kommt die Entscheidung äußerst unpraktisch, weil sich der Start der Therapie und meiner Diplomarbeit im Herbst ziemlich genau überlappen, aber ich habe beschlossen, dem 12-monatigen Zusammenspiel dieser beiden Parteien optimistisch gegenüber zu stehen.

Dieser Weblog hat definierte Aufgaben.

1.) Information: über Hepatitis C gibt es viel im Internet. Fachliche Informationen, persönliche Erfahrungsberichte, Foren. Über Hepatitis B weit weniger und über Patienten, die eine Interferon-Therapie auf sich nehmen, um den HB-Virus zu bekämpfen, noch viel weniger. Daher möchte ich gerne einen Beitrag dazu leisten, dass der Informationspool zur Interferon-Therapie mit Interferon-alpha bzw. PegaSys zur Behandlung einer Leberentzündung bzw. der chronischen Hepatitis B erweitert wird.

2.) Ventil: man liest nicht selten im Internet, dass Patienten, die eine unter Umständen seelisch beeinträchtigende Behandlung auf sich nehmen wie das Spritzen von Interferon-a in den eigenen Kreislauf, geraten wird, ihre persönliche Krankheitsgeschichte, ihr eigenes Erleben der Situation, ihr Umgang mit den Nebenwirkungen in irgendeiner Form niederzuschreiben. Ich möchte das tun, um meinen Gedanken und Gefühlen, die sich in meinem Kopf stauen könnten und die ich an niemanden weitergeben möchte, weil sie zu intensiv, zu belastend oder einfach zu viel sind, ein Ventil bieten zu können. Hier will ich kein Blatt vor den Mund nehmen und auch nicht Wörter wie “Interferon”, “Therapie”, “Leber”, “Spritzen”, “Nebenwirkungen”,”Virus” versuchen zu vermeiden, wozu ich ansonsten oftmals neige, weil ich sie einfach nicht mehr hören kann und mir kommt vor: meine Mitmenschen irgendwann auch nicht mehr. Hier soll es egal sein, denn wer lesen will, soll lesen und den anderen verzeihe ich ihr Desinteresse aus ganzem Herzen.

3.) Kontrolle: wenn das Ventil gut funktioniert, sollte es über diesen Weblog gut möglich sein, abzuschätzen, welche Phasen gerade durchlaufen werden, wie die aktuelle Laune ist (ob es ratsam ist, mich sehen zu wollen ;) ), wie der körperliche Zustand ist, und auch, wie der seelische Zustand ist. Die Liste der Nebenwirkungen ist zu lang, als dass ich um sie herumkommen könnte. Es ist für gewisse Menschen eventuell beruhigend, zu lesen, wie gut es mir geht und rechtzeitig alarmierend, wenn sie lesen, wie kleine schwarze Wölkchen über meinem Kopf beginnen, sich zu sammeln. ;)

Abschließend noch eine Randnotiz: ich werde mich hier im Gegensatz zu meinem Parallel-Weblog nicht auf interessante Darstellungen oder bemüht kunstvolle Schilderungen beschränken, sondern schreiben, wie und wann es mir kommt, um mich nicht beim Äußern der Gedanken einzugrenzen. Hier gilt ausnahmsweise Quantität vor Qualität. Der literarische Anspruch darf mir diesmal herzlich gestohlen bleiben bzw. in anderen, passenderen Worten: hier schreibt es sich frisch von der Leber weg.