… oder Leukopenie heißt das, was ich habe: zu wenig Leukozyten seit über einem halben Jahr. Ursache: eine vorangegangene Interferontherapie. Glaubt man meiner Ärztin, so kann es nach einer solchen Behandlung bis zu zwei Jahre dauern, ehe sich ein Normalwert für die Leukozyten oder weißen Blutkörperchen wieder eingestellt hat. Solange die Leukozytenzahl allerdings nicht unter 1,5 G/l fällt, ist keine höhere Infektanfälligkeit zu befürchten.
nebenwirkungen
Montag, 4. Mai 2009
Mittwoch, 29. April 2009
3 Monate Sebivo
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Nun sind es etwa 3 Monate, seitdem ich angefangen habe, Sebivo zu nehmen. Einen Monat nach Therapiebeginn wurde eine Blutuntersuchung gemacht, die Ergebnisse erhielt ich bei der heutigen Kontrolle:
Blutabnahme vom 19.02.2009 (1 Monat nach Therapiestart):
Leukozyten 2,73 G/l (4-10)
GOT 36 U/ml (bis 34)
GPT 43 U/ml (bis 42)HBV-DNA 20.269 IU/ml
Alle anderen Werte sind im Normalbereich.
Wenn man die oben angeführten Werte mit jenen vergleicht, die kurz vor Therapiebeginn gemacht wurden, erkennt man eine deutliche Wendung zum Positiven: von 11,3 Mio. Viren auf zwanzigtausend hinunter, die Leberwerte sind fast normal. Einzig die Leukozyten etwas schwach, aber wie ich heute erfuhr, ist dies nach einer Interferontherapie möglich: es kann bis zu 2 Jahre dauern, ehe sie sich wieder erholt haben. Allerdings sei mein derzeitiger Wert in keiner Weise als bedenklich einzustufen.
Nebenwirkungen kann ich keine vermerken: es geht mir allerbestens.
Einen Ultraschall der Leber soll ich demnächst machen (1x pro Jahr), allerdings weder im Spital selbst noch erhielt ich eine Überweisung, sondern ich bekam ein Schreiben an den Hausarzt in die Hand gedrückt, damit dieser mit einer Überweisung ausdruckt, mit welcher ich zu einem Radiologen gehen soll.
Nächste Kontrolle in 3 Monaten, am 30. Juli 2009.
Donnerstag, 5. Februar 2009
Sebivo Nebenwirkungen
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Die erste Blisterpackung mit 14 Stück ist leer – 2 Wochen sind es nun, seit ich mit Sebivo angefangen habe. Nebenwirkungen: praktisch keine. Schlafen kann ich normal, keine Kopfschmerzen, keine Hautprobleme; nur kommt mir vor, als wäre mir nach einer Mahlzeit für ein paar Stunden etwas schlecht, sobald ich an etwas Fetthältiges denke, kann aber auch Einbildung sein oder von etwas anderem kommen.
Montag, 25. August 2008
Am 26. Juli hatte ich meine letzte Dosis Interferon. Das ist etwa 4 Wochen her.
2 Wochen nach der letzten Spritze sollte ich mich deutlich besser fühlen, meinte die Oberärztin. Das stimmt auch. Das „allgemeine Wohlbefinden“ hat sich deutlich gebessert, ich kann es nicht anders beschreiben. Kopfschmerzen sind weg, subjektiv fühle ich mich stärker. Aber ein paar lästige Sachen bleiben noch: Juckreiz z.B.; immer noch abends, derzeit seltsam verteilt: entweder nur die linke Körperhälfte, oder nur die obere Körperhälfte, meistens ziemlich heftig. Müde bin ich auch immer noch sehr. Schlafen kann ich nachts nur bis 6 Uhr oder 6:30, ohne mich nach Aufwachen dann fit zu fühlen. Gewicht ist ok, um die 58 kg pendelnd. Die Achillessehne ist immer noch sehr dick, schmerzt aber nicht. Trockener Hals eventuell etwas besser, aber immer noch da. Was die Blutwerte machen, würde mich noch sehr interessieren, aber das erfahre ich erst.
Sonntag, 3. August 2008
Weggehen sollen:
- Schlafprobleme
- Juckreiz
- Müdigkeit
- Achillessehnenverdickung
- Motivationslosigkeit
- Durstgefühl
- und natürlich alle anderen NW auch.
Aber ganz besonders weggehen sollten natürlich die HB-Viren, so richtig daran glauben kann ich aber auch wieder nicht. Vielleicht liegt darin auch ein Teil des Problems begründet: dass ich nicht so recht daran glaube. Wenn ich lese, wie andere im Internet schreiben, dass sie ihren Viren „den Garaus“ machen wollen, sie „platt“ machen, sie „rausjagen“ aus dem Körper, wenn ich lese, wie sie sich gegenseitig antreiben, die „Viecher“ zu bekämpfen, dann kann ich mir vorstellen, dass die winzigen Viren total eingeschüchtert verschwinden. Bei mir kämpft der Körper, aber nicht die Seele – ich habe immer brav gespritzt, mir aber nicht danach gedacht, haha, jetzt zeig’s ihnen, Interferon! Hätte ich das vielleicht tun sollen, wäre es dann besser gegangen?
Ich werde ab nun nicht mehr so regelmäßig etwas schreiben, sondern nur, wenn es Neuigkeiten gibt, voraussichtlich also erst, wenn NW verschwinden oder ich meine nächste Blutkontrolle habe (25. August 2008).
Samstag, 2. August 2008
Kein Brief vom Spital ist gekommen und auch sonst hat sich nichts getan. Samstagabend gegen 19 Uhr sehne ich mich gar nicht nach meinem viel-wöchigen Begleiter namens Interferon. Keine bemerkenswerten Nebenwirkungen, keine Entzugserscheinungen oder Sonstiges.
Montag, 28. Juli 2008
Noch ein Wort zu den letzten beiden Wochen: hätte sich die restliche Therapie genauso gestaltet wie jene Zeit, wäre ich womöglich schon sehr bald kapituliert da gelegen: anstrengend waren sie und eindeutig fordernder als all die Zeit zuvor. Ich habe es ja schon anklingen lassen, am 22. Juli 2008: ungewohnte Nebenwirkungen in unvorbereitet starkem Ausmaß. Da ich morgen wieder ins Spital gehe und ohnehin berichten muss, nehme ich dieses Ereignis zum Anlass, hier eine kleine Auflistung zu geben, um morgen schon eine Antwort parat zu haben.
Die Überraschung der letzten beiden Wochen waren eigentlich die Schlafstörungen: bis dahin hatte ich mit dem Schlafen keine Probleme, im Gegenteil, ich schlief lange, tief und meistens zu wenig. Nun aber wachte ich mehrmals frühmorgens zwischen 5 und 7 Uhr auf, ohne mich ausgeschlafen zu fühlen und konnte nur schwer wieder einschlafen. Mit in den Vormittag/Nachmittag hinein nahm ich dann eine Art fiebrige Hitze, die von eiskalten Händen und Stirn begleitet war. Mal heiß, mal kalt, der Körper schien sich nicht entscheiden zu können. Kopfweh immer wieder mal (normal), einmal sogar in der rechten Augenhöhle, aber nicht am Glaskörper selbst. Abends häufiger leichte Übelkeit, so dass ich nicht viel essen wollte. Starker Durst, wie immer, besonders trockener Hals, manchmal Hustenreiz. Stärkerer Juckreiz als die letzte Zeit. Gewicht ist ok (um die 58 kg). Gelenke schmerzen abwechselnd, mal links blockierende Gefühle, mal spüre ich rechts, wie scheinbar Sehnen übereinander gleiten und schnalzen. Müdigkeit, unverändert.
Außerdem werde ich fragen, ob die schwarzen Flecken in der Einstichgegend eh normal sind, wie im Internet steht.
Ich bin sehr gespannt auf die Serologie-Ergebnisse vom letzten Mal, d.h. was bei den Antikörpern und Antigenen herauskommt. Wenn die Antikörper gegen HbS-Ag gebildet werden würden, wäre ich einer der seltenen komplett geheilten Fälle. Aber sehr, sehr, sehr, sehr selten. Irgendwas im unter-1-prozentigen Bereich. Passiert eh nicht, ich mache mir keine Illusionen. Wenn das e-Antigen (Hbe-Ag) allerdings weggehen würde – das wäre bereits eine sehr positive Nachricht, denn dies bedeutet Aktivitätsverlust für das Virus. Das wäre eine schöne Sommerbotschaft.
Dienstag, 22. Juli 2008
Was ich noch vergessen hatte: außerdem habe ich seit ein paar Tagen meist nach 15 Uhr ziemliche Hitzeanfälle, die von eiskalten Händen begleitet sind. Irgendwie habe ich den Eindruck, mein Körper ist etwas verwirrt. Und gerade musste ich feststellen, dass Kratzen an juckenden Stellen dazuführt, dass sich ganze Pickelmeere und flächige, rötliche Erhebungen auf der Haut bilden, manchal Wülste, manchmal Plateaus. Erinnert mich an Neurodermitis-Zeiten, zum Glück verschwinden die hier nach ein paar Minuten, aber komisch schaut es schon aus.
Dienstag, 22. Juli 2008
135 µg, gegen Mitternacht, wieder mit starkem Druck nur spritzbar. Noch eine einzige Spritze verbleibt in meinem Kühlschrank auf 8°C.
Sonntag, Montag: Kopfschmerzen, wenn ich aufstehe und mich bewege, pulsierend, lästig. Unveränderter Juckreiz. Schlechte schlafe ich auch noch seit ca. 12 Tagen: egal, wann ich ins Bett gehe, ich wache zwischen 6 und 7 total erschöpft auf, schlafe dennoch nur schwer ein und werde vom Wecker gegen 8 Uhr unsanft aus dem Schlaf gerissen, fühle mich körperlich sehr müde. Hoffentlich nicht mehr lange.
Der Achillessehne geht es aber, glaube ich, besser.
Donnerstag, 17. Juli 2008
Dienstag hatte ich meinen allerersten MRT-Termin. Gespannt betrat ich „Kabine 1″ nach Aufruf. Ein winziger Durchgangsraum mit einem Spiegel und einem Sessel präsentierte sich mir, mit einer jungen Schwester, die mir ein paar Fragen zu metallischen Teilen im Körper und Schwangerschaft stellte. Als ich alles verneinte, wurde ich aufgefordert, Schuhe, Socken, Hose, BH und Haargummi abzulegen. Da nur die Achillessehne zu untersuchen war, wurde ich nur zur Hälfte in die Röhre hineingefahren. Der Fuß ruhte in einem seltsamen Gestell, beschwert und teilweise fixiert. Mit Kopfhörern versehen ging es los, in der Hand ein Gummi-Ball, der nach Anweisungen der Schwester ein Glockensignal ertönen lassen würde, sobald ich ihn drücke. Vom Klopfen während der 15-minütigen Untersuchung hatte ich schon vorher gelesen. Aber so viele andere Geräusche! In periodischem Ticken, dann wieder länger Pause, dann wieder als ob etwas sich drehen würde, hohe Töne, tiefe Töne. Ich wäre dankbar gewesen, zu erfahren, was jeweils zu jedem Zeitpunkt geschieht. Dann wäre es mir leichter gefallen, die 15 Minuten zu liegen. Spüren tut man nichts außer einen kühlen Luftzug. Dennoch war ich permanent angespannt, da ich nicht wusste, was als nächstes passieren würde.
Am nächsten Tag konnte ich den Befund abholen. Schön verpackt in einen großen Karton, mit einer CD, einem Befund und den typischen MRT-Bildern. Sehne nicht gerissen, leichte Verdickung im mittleren Bereich, Erguss oberhalb des Sprunggelenks, stand da.
Meine Untersuchung nach den 10x Therapie beim physikalischen Arzt wurde nicht von ihm selbst, sondern einer Dame durchgeführt. Sie fragte mich, ob sich bei meiner Achillessehne etwas verändert hatte. Ja – anfangs schmerzte es auf Druck zwischen Knöchel und Sehne, jetzt nicht mehr, sondern die Achillessehne selbst bei Dehnung. Sie nickte und meinte, dass es häufig vorkommt, dass die Schmerzen sich nach der Therapie verlagern. Sie verschrieb mit weitere 6 Male Moorpackung und Ultraschall. Dann fragte ich auch sie wegen des Interferons, und ob es sich um einen Weichteilrheumatismus handeln könnte. Sie meinte, diese Bezeichung sei ein Name für ein sehr breites Feld an Symptomen, die mit Tendopathien, also Sehnenerkrankungen oder -beschwerden, zu tun haben. Sie meinte auch, es wäre möglich, dass ich durch das Interferon leichter mir die Sehnen verletze; dafür spräche auch das Ganglion, das ich habe, denn das sei ja eine Ausstülpung der Sehne(nscheide). An und für sich wirke ich aber überbeweglich, bzw. meine Gelenke wären überbeweglich, was schon mal dazu beitragen kann, sich schneller etwas zu verstauchen. Ich solle regelmäßige Bewegungstherapie machen, d.h. nicht zu viel, aber auch nicht gar keinen Sport. Derzeit sollte ich lieber keine langen Wanderungen unternehmen, aber ich könne meine Grenzen selbst ausloten. Eine Stunde spazieren gehen und schauen, ob nachher etwas wehtut. Schwimmen genauso. Morgen geht es also weiter mit 6x Therapie.