Archive for the 'nebenwirkungen' Category

h1

#36

Sonntag, 4. Mai 2008

135 µg, 19 Uhr. Letzte Spritze in der Packung.

Eigentlich gibt es nicht viel Neues. Ab und zu immer noch Kopfschmerzen, viel Müdigkeit, Juckreiz immer abends und fast überall. Trockene Haut an bestimmten Stellen. Bin sehr oft sehr gereizt, d.h. jede Kleinigkeit kann mich ziemlich erzürnen. Manchmal würde ich sagen, ich bin richtig jähzornig und auf jeden Fall wahnsinnig ungeduldig.

Ganglion ist immer noch da und hat mir einen wahren Ärztemarathon beschaffen: Praktischer Arzt spritzt Cortison und überweist mich zum Röntgen, Röntgenarzt macht ein Photo, Röntgenbefund abholen, praktischer Arzt legt einen Verband an und gibt mir eine Woche Zeit, praktischer Arzt stellt keine Veränderung fest und überweist mich zum Orthopäden, Orthopäde schaut Röntgen an und schickt mich zum Ultraschall, Ultraschallarzt macht ein Photo, Ultraschallbefund abholen, Orthopäde schaut Ultraschall an und überweist mich in eine Ambulanz zur plastischen Chirurgie sowie zur Magnetresonanztomographie. Für letztere brauche ich die Bewilligung des Chefarztes meiner Krankenkasse, also noch ein Weg, wenn ich es nicht morgen in meinem Spital bei dem hiesigen Chefarzt schaffe, was laut MRT-Assistentin fraglich sei. Termin für die MRT ist schon ausgemacht für nächste Woche. Achja, und zu meinem Internisten musste ich auch noch wegen einer Überweisung für das neue Quartal an mein Spital. Ein Glück, dass sie mich in der Arbeit so oft gehen lassen.

Morgen also wieder Spitalsbesuch. Ich habe auch ein paar Fragen vorbereitet:

a) Wird das Interferon bei besseren Werten noch erhöht oder bleibe ich bei 135 µg? Bei einer der vorherigen Ärztinnen hieß es nämlich, dass mehr Interferon die Therapiechancen erhöht.

b) Wie stehen Sie zu einer Ganglion-Operation während der Therapie? Problematisch? Soll ich das im Haus machen?

c) Warum wird die HBV-DNA; sprich der Titer nicht mehr gemessen? Ist der Titer nicht ein Indiz dafür, wie infektiös ich bin? Gemäß den deutschen Leitlinien zur Hepatitis-B-Therapie sollte der Titer während des Therapieverlaufs kontrolliert werden, auch wenn die Fachwelt sich nicht darauf einigen kann, dass man aus dem Titer etwas über den Erfolg der Therapie herauslesen kann.

d) Was geschieht, nachdem dieses Jahr der Therapie abgeschlossen ist bei positivem und bei negativem Ausgang?

Und dann habe ich morgen noch Teil II der Zeckenimpfung, juhu. Hoffentlich ist mein Arm einsatzfähiger als das letzte Mal.

h1

#34

Samstag, 19. April 2008

135 µg, Samstagnacht.

Keine Nebenwirkungen soweit. Sehr schön. :)

Überbein: Orthopäde hat mein Röntgenbild vom rechten Arm begutachtet und mich zum Ultraschall geschickt. Eventuell wird eine Operation nötig.

h1

#33

Samstag, 12. April 2008

Samstagnacht, 135 µg.

Nachtrag zur Zeckenimpfung von Montag dieser Woche: die Ärztin hatte mich gewarnt, dass der Arm etwas wehtun würde. Etwas. Am Nachmittag nach der Impfung leicht stumpfes Gefühl im Arm, nach einer Nacht war der linke Arm allerdings nicht mehr einsatzfähig: Starke Schmerzen bei jeder Beanspruchung des Oberarms, Schmerzen im Oberarm, aber auch in der Schulter. Am Tag darauf dann glücklicherweise weniger, am folgenden noch weniger, gestern war alles wieder komplett normal.

Nachtrag Überbein: bisher noch kein Arzttermin, Überbein-Effekt ist eher schlechter als besser geworden. Gestern konnte ich nicht mal meine Bankkarte aus dem Schlitz mit Daumen und Zeigefinger entgegennehmen, ohne dass die Hand wehtat, außerdem zieht sich der Schmerz je nach Haltung hinauf in den Unterarm. Mittwoch ist mein Orthopädentermin.

Und noch was: Im Flugzeug bei der Rückreise hatte ich einen Juckanfall am rechten Bein und kratzte (leider) ein bisschen herum, nicht sehr fest und lange, aber dafür via eine Strumpfhose. Was offenbar den Effekt hatte, dass eine saftige Wunde entstand, die den seltsamen Nebeneffekt hatte, dass ich beim Gehen ab und zu einen stark stechenden Schmerz im Unterschenkel verspürte, der mein rechtes Bein funktionsunfähig machte (für 10-20 Sekunden). Das hielt sich mehrere Tage bis gestern an, heute glaube ich zu spüren, dass es besser wird.

Und das hier ist jetzt anscheinend von einem HepB-Blog zu einem Krankheitsgeschichten-Blog mutiert…

h1

Dr. P.

Montag, 7. April 2008

Eine mir bisher unbekannte, junge Dr. P. nahm mich heute in Behandlung. Sie erkundigte sich nach meinen Nebenwirkungen, fragte, wie meine Reise war, ob Kopfschmerzen und Juckreiz noch anhalten. Ich nannte nur Müdigkeit und Juckreiz.
Die Werte vom letzten Mal seien nicht so schlecht:

Leukos 2,65
Neutros 1,00
Erys 3,71
Hämoglobin 11,4
Hämatokrit 31,9
Thrombos 91

Ich fragte, wann wieder die HBV-DNA gemacht wird. Und erhielt folgende Information: während der Therapie werde der Titer eigentlich nicht gemessen, da dies unnötig sei. Die Fortführung der Therapie hänge nicht von der Höhe des Titers ab, zudem könne dieser unabhängig vom Interferon oszillieren. Gemessen werde erst nach beendeter Therapie.
Aha.
Auf Wiedersehen in 4 Wochen.

Neues Rezept, Bewilligung vom Chefarzt.

Danach ab zur Zeckenimpfung, Grundimmunisierung.

h1

#29

Samstag, 15. März 2008

Achja, mein Überbein, ein praktischer Arzt hat es bestätigt. Er injizierte mir 4-6 ml einer klaren Lösung direkt unter das Überbein. Keine Angabe, was das sei, bloß “antirheumatisch”. Die Hand wurde kribbelig und dann taub für ein paar Stunden. Die nächsten zwei Tage hatte ich Fieber, Hitzewallungen, war sehr müde und kaum konzentrationsfähig. Vielleicht wegen der Spritze (mich wundert nur die verspätete Reaktion seit ein paar Wochen), vielleicht wegen der Ganglion-Injektion, obwohl es normalerweise keine Beschwerden geben sollte.
Beim zweiten Besuch legte er mir einen Verband an, nachdem er eine gelbe Paste namens “Rivanol” über dem Ganglion verteilt hatte. Ich sollte den rechten Arm schonen und kommende Woche ihn erneut aufsuchen. Das ist der aktuelle Stand.
Am Samstag 135 µg einer ebenso klaren Lösung bekannten Inhalts, nach zwei schmerzhaften Versuchen glücklicherweise hinter mich gebracht. Heute leichtes Kopfweh in der linken Hälfte.
Allgemeine Beobachtungen: Juckreiz hat spürbar nachgelassen, wenn er auch nicht ganz weg ist. Leichter Haarausfall ist seit Anfang der Therapie zu beobachten und noch immer konstant, ich überlege immer noch, ob ich die Haare kurz schneiden soll. Die letzten beiden Wochen wenig Appetit, was darin resultiert, dass ich entweder Ewigkeiten für einen Teller brauche oder die Hälfte einer normalen Portion übriglassen muss. Abends ist mir eigentlich immer kalt. Heutiges (Sonntag) Gewicht: 56,5 kg bei 1,74 m.

h1

Fehlalarm

Donnerstag, 13. März 2008

Einen Tag und eine Nacht eine laufende Nase, dann waren die Erkältungsanzeichen weg.
Der Rest bleibt: heute unverändert Heiß-Kalt, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und ich vermute, auch Fieber.

h1

Doch eine Erkältung?

Dienstag, 11. März 2008

Gestern abend habe ich das erste Mal etwas Sport gemacht, seit ich die Therapie begann. Und zwar 2×45 min. (ohne Pause) Gymnastik mit Laufen, Dehnen usw. War schon anstrengend, allerdings tat mir nachher nichts weh, fühlte mich eher entspannt. Kurz nach der Gymnastik auf dem Heimweg wurde mir aber ziemlich kalt, vielleicht ein Grund, warum ich mich heute krank fühle - so als ob ein beginnender Schnupfen mir in der Nase steckt, läuft sie fröhlich vor sich hin, begleitet von leichtem Drücken am Kopf und abwechselnden Heiß-Kalt-Schüben. Mag nicht krank werden.

h1

#28

Samstag, 8. März 2008

Samstag, abends, 135 µg. Nichts nennenswertes diesmal, nicht mal lange geschlafen habe ich.

h1

Juckjuckjuckjuck!

Donnerstag, 6. März 2008

Mittwochabend: alles juckt mich wahnsinnig und nicht mal Kratzen lindert und doch geht es nicht ohne Kratzen.

Donnerstagabend: beim abendlichen Duschen brennt die Haut am ganzen Körper von den Läsionen den vorhergehenden Abends. Ich beschließe bei einsetzendem Juckreiz, eine Fenistil-Tablette zu nehmen. Ob sie wirkt, weiß ich nicht, jedenfalls schlafe ich bald Juckreiz-los ein und wache am nächsten Morgen spät und sehr müde nach einem außerordentlich tiefen Schlaf auf.

h1

#27

Samstag, 1. März 2008

135 µg, Samstagabend. Keine nennenswerten Nebenwirkungen bis jetzt.