Archive for the 'reise' Category

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#33

Samstag, 12. April 2008

Samstagnacht, 135 µg.

Nachtrag zur Zeckenimpfung von Montag dieser Woche: die Ärztin hatte mich gewarnt, dass der Arm etwas wehtun würde. Etwas. Am Nachmittag nach der Impfung leicht stumpfes Gefühl im Arm, nach einer Nacht war der linke Arm allerdings nicht mehr einsatzfähig: Starke Schmerzen bei jeder Beanspruchung des Oberarms, Schmerzen im Oberarm, aber auch in der Schulter. Am Tag darauf dann glücklicherweise weniger, am folgenden noch weniger, gestern war alles wieder komplett normal.

Nachtrag Überbein: bisher noch kein Arzttermin, Überbein-Effekt ist eher schlechter als besser geworden. Gestern konnte ich nicht mal meine Bankkarte aus dem Schlitz mit Daumen und Zeigefinger entgegennehmen, ohne dass die Hand wehtat, außerdem zieht sich der Schmerz je nach Haltung hinauf in den Unterarm. Mittwoch ist mein Orthopädentermin.

Und noch was: Im Flugzeug bei der Rückreise hatte ich einen Juckanfall am rechten Bein und kratzte (leider) ein bisschen herum, nicht sehr fest und lange, aber dafür via eine Strumpfhose. Was offenbar den Effekt hatte, dass eine saftige Wunde entstand, die den seltsamen Nebeneffekt hatte, dass ich beim Gehen ab und zu einen stark stechenden Schmerz im Unterschenkel verspürte, der mein rechtes Bein funktionsunfähig machte (für 10-20 Sekunden). Das hielt sich mehrere Tage bis gestern an, heute glaube ich zu spüren, dass es besser wird.

Und das hier ist jetzt anscheinend von einem HepB-Blog zu einem Krankheitsgeschichten-Blog mutiert…

h1

#31

Samstag, 29. März 2008

Samstag, 29.03.08, früher Abend (= später Abend nach mitteleuropäischer Zeit), 135 µg.
Keine deutlichen Effekte.

h1

Spritze im Flugzeug - Teil II

Dienstag, 25. März 2008

Spritze auf Reisen, im Flugzeug, im Handgepäck.

Ich hatte vorher ja bei meiner Fluglinie angerufen: eine Bestätigung brauche ich und müsse die Spritze beim Check-In abgeben.

Montag morgen, beim Check-In, auf meine Anmerkung, dass ich eine Spritze im Handgepäck mitführen muss: fragender Blick, Bestätigung, dass ich das darf. Abgeben müsse ich sie nicht. Bei der Sicherheitskontrolle weise ich vorher darauf hin, dass im Rucksack eine Spritze drinnen ist, die Kontrolleurin nickt nur, sieht nicht mal nach, niemand fragt nach der Bestätigung. Im Flugzeug selbst frage ich eine Stewardess nach dem Kühlschrank und erfahre das erste Mal, dass es gar keinen gibt. Aber es ist kein Problem meine Tasche auf Eis zu legen. Zwischenstopp in Deutschland, ich bekomme die Spritze zurück, trage sie eine Stunde mit mir herum und gehe wieder an Bord, diesmal einer transatlantischen Maschine. Auch hier reagiert die Stewardess routiniert, auch hier haben sie nur Eis. Ich solle sie allerdings vor dem Aussteigen erinnern, da schon so viele Leute bei ihr etwas abgegeben hätten. Nach 11 Stunden Flug erhalte ich meine Tasche mit dem Kühlelement unversehrt und kühl zurück. Niemand will meine Bestätigung sehen. Noch 3 Stunden Busfahrt trennen mich von meinem Ziel. Im Bus ist es sehr kühl, die Klimaanlage zeigt sich von ihrer besten Seite, zum Vorteil der Spritze. Endlich, im Hotel, landet sie in einem Kühlschrank, der die erforderlichen 2-8°C liefert, nach fast 24-stündiger Reise. Hoffentlich unbeschadet.

h1

Ein neuer Doktor

Freitag, 7. März 2008

Vorerst mal die Info, auf die ich schon Monate warte: Meine liebe Dr. B. ist nicht mehr Oberärztin in meinem Spital, sondern schon vor einiger Zeit woandershin gegangen. Stattdessen betreut nun eine neue OA “Dr. H.” einen Gutteil der Patienten der Station - und sie war es auch, die mich heute nach 2-stündigem Warten aufrief.
Schon etwas älter, sehr freundlich und geduldig, hatte offenbar schon mindestens einen Blick in meine Akte geworfen, ehe sie anfing, zu mir zu sprechen.

Impfungen seien ganz generell überhaupt kein Problem (ich hatte wegen der Zeckenimpfung gefragt).

Die Blutwerte vom letzten Mal seien nicht so berauschend wie immer:

Erys 3,71
Hämoglobin 11,4
Hämatokrit 32,4
Leukos 2,04
Thrombos 83
Neutros 9,67

Außerdem noch Leberwerte:

GOT 57
GPT 58

Also immer noch deutlich erhöht. Dr. H. meinte, dass das Interferon nur auf die Leukozyten geht, nicht auf die roten Blutkörperchen. Wahrscheinlich hätte ich vor der Therapie schon grenzwertige Erys gehabt. Nein, sagte ich. Sie sah meine alten Befunde an. Stimmt. Offenbar habe das Interferon ziemlich starke Nebenwirkungen auf mich. Das Knochenmark sei sehr beeinträchtigt. Wir spritzen weiter 135 µg - sprachs und schrieb mir ein Rezept, das ich gleich einsteckte.

Ich erzählte von dem kleinen Knubbel an meinem rechten Handgelenk, der schmerzt, wenn man leicht draufklopft, ob das mit einer Entzündungserscheinung, hervorgerufen durch das Interferon, zu tun haben könnte? Sie meinte, nein, das sieht aus wie ein Überbein, ein Weichteiltumor. Käme davon, wenn man seine Hand zu sehr einseitig belaste, was ich denn arbeiten würde, viel mit Computer oder so? Ich meinte, naja, nicht primär, ich würde eben in einem Labor arbeiten, pipettieren. Das sei es, meinte sie, Sie pipettieren rechts, oder? Ich musste ihr rechtgeben und sie ersuchte mich, einen Arzt diesbezüglich aufzusuchen, der mir Tipps geben kann, wie ich damit umgehen soll, weggehen tue es im allgemeinen nicht mehr, meinte sie. Operativ entfernen sei manchmal eine Lösung.

Dann fragte ich nach einer Bestätigung für den Transport einer Spritze im Flugzeug, auf Deutsch und Englisch, so wie es mir die Dame von der Fluggesellschaft geheißen hatte. Dr. H. meinte, auf Englisch muss es reichen, immerhin habe sie keine Sekretärin und müsse alles selber tippen. Sie nahm Blut ab und entließ mich.

Am Schalter erhielt ich ein paar Minuten später von Dr. H. die Bestätigung durchgereicht. Ich überflog sie:


Mrs. Berger is under a current treatment for a chronic disease.
She has to inject Pegasys once weekly s.c.

The treatment should not be interrupted, so Mrs. Berger has to take one injection with her on the journey.

Ich gab die Bestätigung an die Schwester zurück und meinte, dass der Name nicht stimme, und das vermutlich schon etwas ausmachen würde. Klar, lachte sie, und gab den Zettel weiter. Kurz warten, in der Schlange wieder anstehen, dann erhielt ich die neu ausgedruckte Bestätigung von Dr. H. in die Hand gedrückt - jetzt sollte alles passen, sagte sie und verschwand. Ich sah auf den Zettel - “Berger” war durch meinen Nachnamen ausgetauscht worden, ja, aber nur das erste “Berger”. Wieder zum Schalter, Schwester bitten, dass der zweite Name auch ausgetauscht wird. Nochmal zu Dr. H., wieder reichte sie mir den neuen Wisch in die Hände und meinte, schauen Sie, ob es nun stimmt. Ich nickte und ging, hoffentlich reicht das für den Flug. Ich bin zwar nicht verheiratet (”Mrs.”), die Medikamentenbeschreibung ist nicht besonders genau, und es gibt auch keine Erwähnung darüber, für welchen Zeitraum diese Bestätigung gilt, aber ich hoffe wirklich, das reicht.

Dann ging ich zum Chefarzt wegen der Bewilligung für mein neues Spritzenrezept. Drückte ihm das Rezept in die Hand, er sah es kaum an, da sagte er schon: da fehlt die Unterschrift. Ohne Unterschrift bekommen Sie das Medikament nicht, egal was ich draufschreibe. Also nach dem Chefarzt wieder rauf auf den Hügel, zur Abteilung eilen, zwei Stiefen hinauf, anstellen, drankommen, einen mitleidigen Blick von der Schwester ernten “Sie Arme, zum Glück ist heute Freitag” und dann endlich das Spitalsgelände verlassen.

Nächster Termin Montag, 7. April 2008.

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Spritze im Flugzeug - Teil I

Mittwoch, 5. März 2008

Aufgrund meiner in weniger als drei Wochen anstehenden Reise über das große Wasser rief ich heute bei der Fluggesellschaft an, die mich dorthin transportieren wird, um mich über die Handgepäcksbestimmungen bezüglich der Mitnahme von Injektionsspritzen zu erkundigen. Die Dame am anderen Ende der Leitung war sehr freundlich und schien auf diese Frage vorbereitet zu sein:
ich solle mir eine deutsche und englische Bestätigung meines Arztes holen, dass ich diese Spritze benötige und zudem beim Check-In dieses angeben. Unter Umständen wird es nötig sein, dass ich die Spritze dann an eine Stewardess abgebe und nach der Ankunft wieder bei ihr abhole. Ja, an Bord gäbe es den Bord-Kühlschrank, den ich nutzen dürfe.

h1

#7

Sonntag, 14. Oktober 2007

Sonntag, spätabends, nach der Rückkehr von Istanbul. Inzwischen kann ich die Effekte nicht mehr richtig zuordnen. Ist mir eiskalt danach, weil ich gespritzt habe (135 µg) oder weil die Heizung nicht läuft? Tut mein rechter Unterarm weh wegen des Interferons oder weil ich einen Nerv gequetscht habe? War mir beim Sinkflug einfach so schwindelig oder hatte es etwas damit zu tun? Auf jeden Fall bin ich gespannt auf Freitag. Vor der Reise musste ich übrigens noch zu meinem alten Internisten, weil das Spital wieder eine Überweisung für das neue Quartal benötigt - lästige Herumrennerei, die sich doch eigentlich irgendwie ersparen lassen sollte können, nicht?

h1

Verschiebung: Samstag

Freitag, 21. September 2007

Seit etwa drei Monaten weiß ich, dass wir in der Arbeit zu elft oder zwölft im Oktober für ein paar Tage nach Istanbul reisen werden; aus beruflichen und auch aus freizeitlichen Gründen. Da der Aufenthalt von Mittwoch bis Freitag stattfinden würde, war die ursprüngliche Idee, eine Spritze mitzunehmen, was allerdings durch die erforderliche Kühlung zu einigen logistischen Problemen führen würde. Die Fluggesellschaft war nach Kontaktaufnahme äußert entgegenkommend und hilfsbereit, aber dennoch stellt sich die Frage, wie sich mehrere Stunden lang eine Temperatur von unter 10°C in meiner Tasche erhalten lassen. Schließlich wurde der einfachere Weg gewählt: ein Verschieben des Spritztages von Freitagabend auf Sonntagabend, natürlich tageweise. Das bedeutet: heute nicht, erst morgen.